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SCHLUSSFOLGERUNGEN
AUS DEN BEOBACHTERTÄTIGKEITEN DER INTERNATIONALEN MENSCHENRECHTSKOMMISSION
(CCIODH)
Nach Zusammenstellung der Information, ihrer Systematisierung und Auswertung
stellt die CCIODH fest, daß die Menschenrechte im mexikanischen
Bundesstaat Chiapas auf außerordentlich schwerwiegende Weise beeinträchtigt
werden.
Chiapas leidet gegenwärtig unter den Auswirkungen eines tiefgreifenden
politischen Zerfalls und einer besorgniserregenden sozialen Destrukturierung.
Auf jeder gesellschaftlichen Ebene ist wahrzunehmen, daß die institutionellen
Strukturen nicht in der Lage sind, den Rechtsstaat zu gewährleisten,
und daß die chiapanekische Gesellschaft im allgemeinen und die indianischen
Gemeinschaften im besonderen unter den Auswirkungen einer allgemeinen
Situation der Gewalt und Rechtlosigkeit leiden.
Die bestimmenden Faktoren zur Erzeugung dieser Situation sind folgende:
1.- Die intensive Militarisierung des Gebiets.
2.- Die Präsenz von paramilitärischen Gruppen.
3.- Die verallgemeinerte Situation der Rechtlosigkeit.
4.- Die Hindernisse beim Zugang zur Justiz
5.- Das strukturelle Elend in den indianischen Gemeinschaften
6.- Die Verfolgungsmaßnahmen gegen Organisationsformen der Zivilgesellschaft
7.- Die fehlende politische Bereitschaft zur Suche nach einer Erfüllung
der Forderungen der indianischen Völker.
1.- Die intensive
Militarisierung des Gebiets.
Bei den Besuchen in den verschiedenen indianischen Gemeinschaften hat
die Kommission eine umfassende Präsenz der Armee festgestellt, die
gemäß der Aussagen der Bewohner einen der entscheidendsten
Faktoren bei den Verletzungen der Menschenrechte darstellt. Den Regierungserklärungen
zufolge erfüllt die Armee lediglich ihren Verfassungsauftrag. Es
war aber deutlich festzustellen, daß sie sozialpolitische Aufgaben
und Funktionen der Sicherung der öffentlichen Ordnung wahrnimmt,
die ihr verfassungsrechtlich nicht zustehen. Fast alle gegenüber
der Kommission geäußerte Meinungen stimmen darin überein,
daß die Präsenz der Armee Teil einer Regierungsstrategie ist,
die darauf abzielt, die Ausdehnung des den zapatistischen Forderungen
nahestehenden Gebietes zu verhindern und die EZLN über die Verfolgung
derjenigen Gemeinschaften einzukreisen und zu schwächen, die ihre
ideologische Nähe zu den zapatistischen Forderungen der Anerkennung
der Rechte der indianischen Völker manifestieren.
Im Verlauf
der Beobachtertätigkeiten wurden wir zahlreiche Klagen entgegengenommen,
in denen militärische Einnahmen von Gemeindeländereien, ständige
Drohungen, Vergewaltigungen von Frauen, außerrechtliche Verhaftungen
und konstante militärische Einschüchterungsmaßnahmen bezeugt
werden. Diese Verfolgungsmaßnahmen bewirken, daß zahlreiche
indigene Gemeinschaften in einer permanenten Atmosphäre von Terror
und Unsicherheit leben.
2.- Die Präsenz von paramilitärischen Gruppen.
Es wurde eine starke Zunahme von bewaffneten Gruppen bezeugt, die auf
systematische und selektive Weise inner- und zwischenkommunitäre
Zusammenstöße provozieren und, wie die Kommission feststellen
mußte, Teil einer Strategie sind, die darauf ausgerichtet ist, massive
Vertreibungen zu provozieren und die soziale Struktur ganzer Gebiete sowie
das Organisationsgefüge der Zivilgesellschaft zu zerstören.
Die meisten
Aussagen der Betroffenen weisen auf eine direkte Beziehung von Kräften
der Armee und der Polizeikörper mit diesen bewaffneten Gruppen hin.
Dies bezieht sich sowohl auf die Lieferung von Waffen als auch auf die
Ausbildung der paramilitärischen Gruppen. Die bei den Untersuchungen
über Acteal zu Tage getretenen Widersprüche bestätigen
diese These. Außerdem weisen mehrere Zeugenaussagen darauf hin,
daß die nach den Vorfällen von Acteal befohlene Aufstockung
der Militär- und Polizeipräsenz, die den amtlichen Angaben zufolge
zur Bekämpfung der paramilitärischen Gruppen erfolgte, zu einem
verstärkten Auftritt dieser Gruppen in Gegenden geführt hat,
in denen sie vor Aufstockung der Militärpräsenz nicht präsent
waren.
Aus den Beobachtungen
ergab sich auch, daß der Widerspruch zwischen den Interessen der
Großgrundbesitzer und den Gemeinschaften einer der Faktoren ist,
der die Zunahme der paramilitärischen Gruppen erklärt. Genauer
gesagt, handelt es sich dabei um den Weg, den die ersteren gewählt
haben, um ganze Gemeinschaften von ihrem Gemeinschaftsbesitz zu vertreiben.
Im Hinblick
auf mögliche Beziehungen zwischen PRI und Regierungsinstanzen ist
darauf hinzuweisen, daß es mehrere Faktoren gibt, die diesen Verdacht
erhärten. Dies gilt vor allem für die Organisation "Desarrollo,
Paz y Justicia". Einer der wichtigsten Vertreter dieser Organisation
ist PRI-Abgeordneter im chiapanekischen Parlament, was bisher weder von
Seiten der PRI noch von Seiten der Regierung zu Reaktionen geführt
hat.
3.- Die verallgemeinerte Situation der Rechtlosigkeit
Wie nachdrücklich von den Regierungsvertretern erklärt wurde
- auch wenn damit stets die Armeepräsenz gerechtfertigt wurde -,
ist die allgemeine Situation der Rechtlosigkeit eines der Elemente, die
die kritische Lage in der Region verschärfen. Es ist hervorzuheben,
daß die bisher in diesem Zusammenhang getroffenen Maßnahmen
sich hauptsächlich auf die Intensivierung der Militärpräsenz
beschränkt haben. Schritte zur Behebung der manifesten Unfähigkeit
der Justiz, ein Minimum an Rechtssicherheit zu gewähren, sind bisher
ausgeblieben.
In diesem
Sinne muß auch das medienwirksame Vorgehen des Innenministeriums
bei Vorfällen wie in Acteal interpretiert werden. Es stellt keinen
verallgemeinerbaren Mechanismus dar, der eine Lösung für den
Zerfall der Rechtssicherheit bieten könnte.
4.- Die Hindernisse beim Zugang zur Justiz
Im Zusammenhang mit der im vorangegangen Punkt aufgeführten Rechtlosigkeit
hat die Kommission ein starkes Mißtrauen der Gemeinschaften im Hinblick
auf die Rechtsorgane festgestellt. Im Verhältnis zu den zahllosen
Menschenrechtsverletzungen ist es zu einer äußerst geringen
Zahl von Anzeigen gekommen. Dies ist unter anderem dadurch bedingt, daß
Versuche sich an die Justiz zu wenden, um eine Anzeige zu stellen, damit
geendet haben, daß der/die Anzeigende/n in der Folge Verfolgungsmaßnahmen
durch die Landespolizei bzw. durch die paramilitärischen Gruppen
ausgesetzt war/en.
5.- Das strukturelle
Elend in den indianischen Gemeinschaften
In allen Gesprächen wurde Chiapas als der Bundesstaat mit den negativsten
sozialen Indikatoren bezeichnet. Das Ergebnis der Beobachtungen hat die
statistischen Angaben bestätigt. Obwohl Chiapas eine ressourcenreiche
Region ist, herrscht ein radikales Ungleichgewicht bei der Verteilung
des Reichtums. Im Rahmen dieser althergebrachten Situation kommt es zu
einem Interessenskonflikt: Einerseits fordern die Gemeinschaften ein Entwicklungsmodell,
das ihre Traditionen und ihre Beziehung zur Natur achtet, und andererseits
herrscht ein Modell der intensiven Wirtschaftsentwicklung vor, das von
den wichtigsten lokalen, nationalen und internationalen wirtschaftlichen
Interessensgruppen propagiert wird.
Als Beispiel dafür kann auf die Bedeutung der chiapanekischen Erdöl-
und Wasserressourcen hingewiesen werden, auf das intermodale Verbindungsprojekt
zwischen Pazifik und Atlantik über die Landenge von Tehuantepec oder
die Investitionsvorhaben von multinationalen Konzernen wie Nestle (Bau
einer Milchpulverfabrik).
6.- Die Verfolgungsmaßnahmen gegen Organisationsformen der Zivilgesellschaft
Diese materialisieren sich in der Verfolgungsmaßnahmen gegen die
Führer der Gemeinschaften und der sozialen Organisationen. Wie die
Kommission feststellen mußte, ist die bedauerlicherweise zur mexikanischen
Tradition gehörende Praxis der Bedrohungen, Übergriffe und Morde
an politischen Gegnern weiterhin Bestandteil der politischen Gegenwart.
Es ist auf die Existenz von politischen Gefangenen hinzuweisen, bei denen
es sich um Führer der zivilen zapatistischen Gemeinschaften handelt,
die weder einem gerechten Gerichtsverfahren noch minimal annehmbaren Haftbedingungen
unterworfen werden (räumliche Entfernung von den Familien, Folterungen,
gesundheitsschädliche Haftbedingungen, Überbelegung der Zellen
usw.). Unter dem Vorwand der Ermittlung von vermeintlichen Verbindungen
mit bewaffneten Gruppen nehmen - auch in anderen mexikanischen Bundesstaaten
wie Oaxaca, Guerrero und Puebla - die Einfälle der mexikanischen
Armee zu. Die dabei vorgenommen Verhaftungen der Gemeindeverantwortlichen
stellen eine Zerstörung der gewachsenen Strukturen dar.
7.- Die fehlende
politische Bereitschaft zur Suche nach einer
Erfüllung der Forderungen der indianischen Völker. Die Kommission
konnte die allgemein verbreitete Enttäuschung über die Nichterfüllung
der Abkommen von San Andrés feststellen. Sie kommt nicht umhin,
ihre Verwunderung über die Weigerung der Regierung Ausdruck zu verleihen,
die Gesetzesvorlage der COCOPA zu akzeptieren. Diese Gesetzesinitiative
war mit allen politischen Kräften des mexikanischen Parlaments abgestimmt
und von der EZLN akzeptiert worden und ihre Ratifizierung hätte,
auf vielleicht entscheidende Weise, zur Lösung des Konflikts beigetragen,
denn es wäre damit die Grundlage für eine soziale, politische
und wirtschaftliche Umstrukturierung der Region gelegt und zugleich ein
neuer Horizont für die Anerkennung der indigenen Rechte eröffnet
worden.
Keines der Argumente der Exekutive zur Rechtfertigung der Regierungseinwände
wurden der Kommission, trotz allen Nachdrucks, hinreichend erklärt.
So mußte die Kommission zu der Einschätzung gelangen, daß
sich hinter den vorgebrachten Einwänden der fehlende Wille zur Verwirklichung
der Abkommen von San Andrés und der dadurch notwendigen Verfassungsreform
verbirgt.
Als Ergebnis
der gemachten Beobachtungen muß darauf hingewiesen werden, daß
im Bundesstaat Chiapas zahlreiche Menschenrechte verletzt werden. Diese
Verletzungen erfolgen in allen Bereichen und umfassen Verletzungen des
Rechts auf Leben, auf die persönliche Freiheit, auf die freie Bewegung
und Niederlassung, das Recht auf Schutz und Sicherheit der Personen im
mexikanischen Territorium, das Recht zur Anklage von Menschenrechtsverletzungen
vor den nationalen Gerichten, das Recht auf Schutz vor Amtsmißbrauch
und -willkür, das Recht auf ein Verfahren vor einem unparteiischen
und unabhängigen Gericht; das Recht auf Verteidigung; das Recht auf
Meinungs- und Glaubensfreiheit; das Recht zur Mitwirkung Aufnahme an öffentlichen
Vertretungsorganen; das nicht durch Diskrimination eingeschränkte
Recht auf Bekleidung von öffentlichen Ämtern, das Rechte auf
freie und demokratische Wahlen.
An zweiter
Stelle betreffen diese Rechtsverletzungen auch wirtschaftlichen und sozialen
Rechte, wie zum Beispiel die Fähigkeit zur Teilnahme an denjenigen
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten, die unerläßlich
für die Würde und die freie Entwicklung des Menschen sind; das
Recht auf einen besonderen Schutz der Mutterschaft und der Kindheit; das
Recht auf eine allgemeine Schulbildung, die auf die umfassende Persönlichkeitsentwicklung
ausgerichtet ist; das Recht aller Personen zur Teilnahme an ihrer eigenen
Kultur.
Auch wenn
der Konflikt in Chiapas die Bevölkerung im allgemeinen betrifft,
ist festzustellen, daß die indigenen Gemeinschaften auf besondere
Weise davon betroffen sind. Innerhalb dieser traditionell benachteiligten
und marginalisierten sozialen Gruppe, die sich zudem im Zentrum des Konflikts
befindet, leiden die Gruppe der Vertriebenen und die indigenen Frauen
unter einer noch zugespitzeren Situation:
1.- Vertriebene Gemeinschaften:
Als Ergebnis der Aktionen der paramilitärischen Gruppen und der Druckmaßnahmen
der Armee und der bundesstaatlichen Polizeikräfte leiden die über
10.000 Flüchtlinge, die es gegenwärtig in Chiapas gibt, nicht
nur unter den durch das Exil bestimmten materiellen und affektiven Verlusten,
sondern sind auch Opfer einer Reihe von Verletzungen ihrer individuellen
und gemeinschaftlichen Rechte. An erster Stelle sind sie ihres Rechtes
auf Subsistenz beraubt, wodurch sie sich in einer lebensgefährlichen
Lage befinden. Es wurde ein absoluter Mangel an den minimalen sanitärer
Mitteln festgestellt, die unerläßlich für die Deckung
der medizinischen Notwendigkeiten der Bevölkerung sind. Der gesundheitliche
Zustand der Vertriebenen, wie auch der Mehrheit der Indigenen, ist überaus
prekär. Die verbreitetsten Krankheiten sind durch die Unterernährung
und die prekären sanitären Bedingungen bestimmt (Magen-Darm-Krankheiten
und Erkrankungen der Atemwege). Im Hinblick auf das Recht auf Erziehung
wurde das Fehlen von Mitteln und Möglichkeiten festgestellt, um dieses
Grundrecht auszuüben. Es muß in diesem Zusammenhang daran erinnert
werden, daß die Mehrheit der indigenen Bevölkerung Analphabeten
sind, ein Proportion, die bei den Flüchtlingsgemeinschaften noch
besorgniserregender ist.
2.- Frauen:
Wie in dem spezifischen Abschnitt über die Lage der Frau deutlich
geworden ist, sind die Frauen über die gewalttätige Situation
hinaus, von der die Gesamtheit der Bevölkerung betroffen ist, Opfer
der Ungerechtigkeiten, unter denen sie traditionell leiden. Im spezifischen
Fall des zivilen Widerstands gegen die Besetzung von Gemeindeländereien
und ganzen Gemeinschaften durch Militär und Landespolizei agieren
die Frauen oft als menschlicher Schutzschild. In Folge davon erleiden
sie auf dramatische Weise am eigenen Körper die Gewalt des Konflikts.
Wie aus den Zeugenaussagen zu entnehmen ist, kommt es auch häufig
zu sexuellen Aggressionen durch Soldaten, Mitglieder der Landespolizei
und paramilitärische Gruppen. Die beklemmende Lage der Frauen wird
noch durch den Umstand verschärft, daß die meisten indigenen
Frauen nicht Spanisch sprechen.
Vor Behandlung
des Abschnittes, in dem die Empfehlungen der Kommission ausgesprochen
werden, erscheint der Hinweis angebracht, daß der Grad der Komplexität
des Konflikts in Chiapas und die Lage der Menschenrechte nicht den Blick
darauf versperren dürfen, daß im Substrat des zapatistischen
Aufstands und in den Forderungen, die ein Großteil der Gemeinschaften
der Kommission gegenüber geäußert haben, eine ganze Reihe
von Lösungsansätzen zur Überwindung der Marginalität
und Mißachtung enthalten sind, dem die indianischen Völker
seit mehr als fünf Jahrhunderten ausgesetzt sind.
Es ist auch
darauf hinzuweisen, daß es eine Reihe von allgemeinen und strukturellen
Lösungsansätze der indianischen Völker gibt, die die Regierung
ihren Aussagen zufolge zwar respektiert, bei denen aber den Beobachtungen
der Kommission zufolge das Gegenteil der Fall ist. Globale Lösungsvorschläge,
wie die, die der Gouverneur des Bundesstaates Chiapas vertritt, machen
deutlich, daß der institutionelle Ansatz unvereinbar ist mit einem
Ansatz zur Lösung des Konflikt, der auf einer wirklichen Achtung
der indianischen Forderungen basiert.
Obwohl in
den offiziellen Verlautbarungen immer wieder der Wille zum Dialog betont
wird, weist die Praxis auf die Absicht hin, den Dialog zu schwächen,
die Hilfs-, Vermittlungs- und Überwachungsinstanzen diskreditieren
und die Möglichkeiten zu einer nicht gewalttätigen Lösung
des Konflikts zu zerstören. Aufgrund ihren Beobachtungstätigkeiten
ist die Kommission zu der Schlußfolgerung gelangt, daß dies
die einzig mögliche Interpretation für die Präsenz der
paramilitärischen Gruppen und die ausländerfeindliche Kampagne
ist, mit der versucht wird, die Anwesenheit von Ausländern im Konfliktgebiet
zu verhindern. Allen Beobachtungen zufolge stellen die Zivilen Friedenscamps
eine Garantie für die Sicherheit der Gemeinschaften dar.
In den Tagen
vor der Veröffentlichung dieses Berichts haben sowohl die PAN als
auch die PRI ihre jeweiligen Gesetzesinitiativen für eine neue Rechtsstellung
der indianischen Völker in der Verfassung vorgelegt. Beide Gesetzesvorhaben
bescheinigen erneut den fehlenden Willen, die direkte Meinung der verschiedenen
indianischen Völker zu berücksichtigen, und zerstören damit
de facto den Weg des Dialogs und der Verhandlungen, der durch die Abkommen
von San Andrés bereitet wurde.
Es handelt
sich hierbei um einen weiteren Schritt innerhalb einer Strategie, die
dazu geführt hat, daß die Armee angesichts des politischen
und sozialen Zerfalls, der im heutigen Mexiko herrscht, die Rolle des
authentischen Hauptdarsteller übernommen hat. Trotz der Rechtswirksamkeit
des "Gesetzes für den Dialog, die Eintracht und den würdigen
Frieden in Chiapas" muß in Chiapas von einem Krieg der niederen
Intensität gesprochen werden. Dieser Krieg der niederen Intensität
weist folgende Merkmale auf: Einschüchterungsmaßnahmen und
Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung, um die EZLN von ihrer
sozialen Basis zu isolieren; der Versuch, den Konflikt auf rein lokale
Probleme zu beschränken, die durch die Existenz von religiösen
und ethnischen Problemen erklärt werden und vorgeblich keinerlei
verallgemeinerbare Forderungen und Lösungsansätze enthalten
würden.
Auf Grundlage
der in diesen Schlußfolgerungen beschriebenen Umstände formuliert
die Kommission folgende.
EMPFEHLUNGEN:
1.- Sofortige und umfassende Erfüllung der Abkommen von San Andrés
und Wiederaufnahme der Verhandlungen und des Dialogs zwischen der EZLN
und der Bundesregierung.
2.- Respektierung der von der COCOPA vorgelegten Initiative zur Verfassungsreform.
3.- Festigung
der Aufgabenstellungen der Vermittlungsinstanz CONAI und der Überwachungsinstanz
COSEVER.
4.- Ende
der Militarisierung und Paramilitarisierung (Rückzug der Armee in
die Kasernen und Entwaffnung der paramilitärischen Banden)
5.- Gewährleistung
des freien Zugangs zu den Organen der Rechtsprechung und Förderung
des Kampfes gegen die Rechtlosigkeit durch globale und nicht nur rein
symbolische Maßnahmen.
6.- Sofortige
Amnestie der politischen Gefangenen.
7.- Rückkehr
der Flüchtlinge in ihre Heimatgemeinschaften, vollständige Wiederherstellung
ihres Eigentums und Entschädigung für die erlittenen Schäden.
8.- Stärkung
der Stellung der mexikanischen Menschenrechtsorganismen und Gewährleistung
der Präsenz von entsprechenden internationalen Organismen, sowie
die Anerkennung eines internationalen Beobachterstatuts.
9.- Intervention
des Internationalen Roten Kreuzes als Garant für die humanitäre
Betreuung der Zivilbevölkerung aufgrund der verbreiteten Ablehnung
der Hilfe durch regierungstreue Organismen.
10.- Ernennung
eines ONU-Berichterstatters für Mexiko.
11.- Errichtung
eines Mechanismus von Seiten der Europäischen Union zur Überwachung
der "Demokratie- und Menschenrechtsklausel". Sollte das mit
Mexiko unterzeichnete "Abkommen der wirtschaftlichen Vereinigung,
politischen Koordination und Zusammenarbeit" rechtskräftig werden,
müßte dieser Mechanismus eine ständige Überwachung
der Lage der Menschenrechte in Mexiko ermöglichen. Dieses Organ sollte
sich aus verschiedenen mexikanischen und internationalen Organisationen
zur Verteidigung der Menschenrechte zusammensetzen.
CONCLUSIONS
Après compilation, systématisation et analyse de l'information
recueillie, la Commission constate que la situation des droits de la personne
est dans un état de grave détérioration dans l'État
mexicain du Chiapas.
L'État
du Chiapas vit en ce moment les conséquences d'une situation de
profonde décomposition politique et d'une préoccupante déstructuration
sociale. À tous les niveaux, la Commission a pu mesurer l'incapacité
de la part des structures institutionnelles d'assurer le maintien d'un
État de droit. La Commission a aussi pu constater à quel
point la société chiapanèque et notamment les communautés
indiennes souffrent des conséquences d'une situation généralisée
de violence et d'impunité.
Les facteurs
prédominants qui contribuent à générer cette
situation sont les suivants :
- militarisation
intense de la zone
- présence de groupes paramilitaires
- situation d'impunité généralisée
- entraves à l'accès à la justice
- situation de misère structurelle dont souffrent les communautés
- répression contre les formes d'organisation de la société
civile
- manque de volonté politique dans la recherche d'une solution
respectueuse des demandes indiennes.
La militarisation intense de la zone
Au cours des visites réalisées dans les différentes
communautés indiennes, la Commission a constaté une présence
imposante de l'armée fédérale mexicaine qui, selon
les témoignages recueillis, constitue un des facteurs les plus
déterminants de violations des droits de la personne. Le gouvernement
prétend que l'armée effectue des tâches qui lui sont
attribuées par la constitution, mais il est évident qu'elle
exerce des fonctions de gestion et de promotion sociales et de maintien
de l'ordre public non prévues par la constitution. La presque
totalité des témoignages assurent que sa présence
fait partie d'une stratégie gouvernementale destinée à
éviter l'extension de la zone d'influence zapatiste, à encercler
et à affaiblir l'EZLN par le harcèlement des communautés
qui se révèlent proches de ses revendications sur la reconnaissance
des droits des peuples indiens.
Au cours de notre travail d'observation, nous avons pu recueillir de nombreuses
plaintes qui dénoncent l'occupation de terres agricoles communales
par des campements militaires, les menaces constantes, les vols, les viols
de femmes, les détentions extrajudiciaires ainsi qu'une intimidation
constante qui se traduit par des incursions terrestres et aériennes
ayant pour effet de générer un climat de terreur et d'insécurité
permanentes au sein de nombreuses communautés indiennes.
La présence de groupes paramilitaires
Il y a prolifération de groupes armés qui de façon
systématique et sélective entraînent des affrontements
inter et intra-communautaires et répondent à une stratégie
destinée, comme nous avons pu le constater, à provoquer
des déplacements massifs de populations, la déstructuration
sociale et économique de zones entières et le démantèlement
des infrastructures et organes revendicatifs dont s'est dotée la
société civile.
La majorité des témoignages tendent à établir
un lien direct entre les effectifs militaires et les corps de police et
ces groupes armés (il y en aurait actuellement 14 au Chiapas),
tant en ce qui concerne l'approvisionnement en armes que la formation
et l'entraînement. Les contradictions présentes dans l'enquête
sur le massacre d'Acteal pourraient renforcer cette thèse. Nous
avons pu observer également que la confrontation entre les intérêts
des grands propriétaires terriens et ceux des communautés
est un des facteurs qui expliquent la prolifération de groupes
armés. Concrètement, il s'agit de la voie choisie par quelques-uns
des propriétaires terriens pour intimider et expulser des communautés
entières de leurs terres communales.
Il faut signaler
qu'il y a des indices manifestes de l'implication du Parti Révolutionnaire
Institutionnel (PRI, au pouvoir) et d'instances gouvernementales dans
ces groupes armés et que jusqu'à ce jour, aucun groupe paramilitaire
n'a été démantelé, ni aucun de leurs dirigeants
interpellé. Nous avons relevé notamment le cas de l'organisation
"Paz y Justicia", dont un des principaux dirigeants est député
du PRI dans l'État du Chiapas ; à cet égard il n'y
a eu, jusqu'à aujourd'hui, aucune réaction de la part du
PRI ou du gouvernement.
La situation d'impunité généralisée
Comme cela a été signalé de façon insistante
par les représentants gouvernementaux, même s'ils l'ont fait
pour justifier la présence de l'armée, la situation globale
d'impunité est un autre des éléments qui complique
la situation délicate. Il est important de souligner qu'à
ce jour, les mesures gouvernementales se sont orientées essentiellement
vers l'intensification de la présence militaire, sans insister
dans la recherche de solutions permettant de remédier à
l'incapacité du système judiciaire d'assurer l'application
de la loi.
De même, l'intérêt de la PGR pour des événements
comme ceux d'Acteal, s'explique par le fait qu'ils n'impliquent pas un
mécanisme généralisable pouvant offrir des solutions
à la situation de déstructuration de la justice et de la
police locales.
Les entraves à l'accès à la justice
Dans la lignée du point précédent, nous avons détecté
un énorme manque de confiance des communautés envers le
système judiciaire. Alors qu'il existe d'innombrables violations
des droits de la personne, il n'y a presque pas de plaintes déposées
aux institutions officielles. Comme nous avons pu l'observer, dans plusieurs
occasions où des plaignantes ont voulu accéder à
la justice en présentant des dénonciations, elles ont été
victimes de persécutions ou de représailles de la part de
la Sécurité Publique (police) et/ou des groupes paramilitaires.
Ceci explique le fait que les plaignantes choisissent plutôt de
s'adresser aux organismes non gouvernementaux et/ou religieux.
La situation
de misère structurelle dont souffrent les communautés
Dans toutes les entrevues, le Chiapas a été signalé
comme l'État ayant les pires indicateurs sociaux (éducation,
santé, services). Les résultats de nos observations viennent
confirmer ces statistiques. Bien que le Chiapas soit une région
ayant de grandes ressources naturelles, la répartition de la richesse
y est radicalement inégale. Dans le cadre de cette situation historique,
nous assistons à un conflit dintérêts et à
l'affrontement de deux projets de société: d'une part les
communautés indiennes exigent un modèle de développement
respectueux de leurs traditions et de leur rapport à la terre et,
d'autre part, apparaît un modèle de développement
économique d'inspiration néolibérale promu par les
principaux groupes économiques locaux, nationaux et internationaux.
À titre d'exemple, nous pouvons signaler l'importance des ressources
pétrolifères et hydrauliques du Chiapas, le projet de connexion
du Pacifique et de l'Atlantique par l'isthme de Tehuantepec (création
d'un canal), ou les projets d'investissement de compagnies multinationales
comme Nestlé.
La répression contre les formes d'organisation de la société
civile
Elle se matérialise par le harcèlement des dirigeantEs des
communautés et des organisations sociales. Les menaces, les agressions
et les assassinats sont malheureusement monnaie courante au Mexique, comme
a pu le constater la Commission. Il faut signaler l'existence de prisonniers
politiques, qui sont le plus souvent des dirigeantes de communautés
proches des prises de positions zapatistes et qui, dans la majorité
des cas, n'ont pas eu droit à un procès juste et équitable
ni à des conditions d'incarcération un tant soit peu acceptables
(éloignement de la famille, tortures, conditions insalubres, etc.).
De plus, sous prétexte d'enquêter sur des supposés
liens avec des groupes armés, l'armée fédérale
et la police intensifient les incursions dans les communautés.
Le manque
de volonté politique pour la recherche d'une solution respectueuse
des demandes indiennes.
La Commission a pu constater la déception généralisée
de la population concernant la non-application par le gouvernement, des
accords de San Andrés. Nous devons manifester notre perplexité
face au refus du gouvernement d'accepter le projet de loi développé
en 1996 par la COCOPA(Commission de Concorde et de Pacification), projet
qui avait recueilli le consentement de toutes les forces politiques y
compris l'EZLN.
L'application des accords de San Andrés aurait pu contribuer de
façon décisive à la résolution du conflit
en jetant les bases d'une restructuration sociale, politique et économique
dans la région, tout en ouvrant de nouvelles perspectives pour
la reconnaissance des droits indiens dans l'ensemble du pays.
Au cours
des entrevues réalisées et malgré notre insistance,
le pouvoir Exécutif n'a jamais pu nous expliquer suffisamment ses
arguments justifiant les objections gouvernementales au projet de loi.
Nous ne pouvons donc nous empêcher de considérer que derrière
les objections mises en avant, se cache le manque de volonté de
respecter les accords de San Andrés avec les transformations légales
que cela supposerait.
Comme conséquence
de la situation décrite plus haut, il faut signaler que la longue
liste de violations des droits de la personne dans l'État du Chiapas
s'inscrit dans tous les milieux et inclut les droits relatifs à
la vie, à la liberté individuelle, à la liberté
de circulation et d'installation ; le droit à la protection et
à la sécurité des personnes en territoire mexicain
; le droit de dénoncer devant les tribunaux les violations des
droits de la personne ; le droit à la protection contre les détentions
arbitraires réalisées par les pouvoirs publics; le droit
d'être jugé par un tribunal impartial et indépendant
; le droit à la défense ; le droit à la liberté
de pensée, de conscience et de religion ; le droit d'être
membre des institutions représentatives ; le droit d'accéder
aux postes et services publics du pays sans aucune discrimination ; le
droit à des élections libres, pluralistes et démocratiques.
Les violations
affectent également les droits économiques et sociauxn notamment
ceux qui sont conditionnent l'accès indispensable à la dignité
et au libre développement des personnes; le droit à une
protection spéciale pour la maternité et l'enfance ; le
droit à une éducation sur la base d'une participation générale
de tous et toutes, et orientée vers le développement intégral
de la personne ; le droit de toute personne de participer au développement
et à la sauvegarde de sa propre culture. Bien que le conflit du
Chiapas affecte la population en général et plus particulièrement
les communautés indiennes, nous pouvons affirmer que certains groupes
sociaux souffrent de façon spécifique du climat de tension
et de l'inaccessibilité historique à des conditions de vie
décentes. Ce sont les suivants :
1) Les communautés déplacées par le conflit :
Produit de l'action des groupes paramilitaires et de la pression de l'armée
et des forces de police de l'État, les milliers de déplacéEs
(estiméEs à 15 000) qui vivent actuellement au Chiapas,
subissent - en plus des pertes matérielles et affectives dues à
leur exil - une série de violations de leurs droits individuels
et collectifs, ils sont privés des droits les plus élémentaires
de subsistance ce qui met leur vie même en péril. On peut
constater une carence absolue des ressources sanitaires indispensables
pour prévenir les maladies et pour répondre aux nécessités
médicales de la population. Les conditions de santé des
personnes déplacées par la guerre, mais aussi de la majorité
des indiens de la zone, sont très précaires. Les maladies
les plus communes sont associées à la malnutrition, aux
infections respiratoires et intestinales. En ce qui concerne le droit
à l'éducation, nous avons constaté le manque de moyens
et de possibilités pour le rendre effectif. Rappelons que la majorité
de la population indienne est analphabète (69%) et que la situation
empire, si possible, dans les communautés déplacées
qui n'ont aucun accès aux maigres services éducatifs.
2) Les femmes
:
Aux injustices traditionnelles dont souffrent les femmes, viennent s'ajouter
la situation de violence et de destruction du tissu social que vit l'ensemble
de la population des communautés indiennes (clairement établi
dans notre rapport sur la situation des femmes). Les femmes agissent souvent
comme bouclier humain pour s'opposer aux actions de l'armée dans
les zones de conflit (ex. occupation militaire des villages), ce qui leur
vaut d'être agressées physiquement et psychologiquement.
Avec les enfants, elles sont les victimes de première ligne du
conflit le massacre de 45 personnes dont 21 femmes et 9 enfants
à Acteal en est un exemple. Les agressions sexuelles et le harcèlement
dû aux militaires, aux membres de la Sécurité publique
et des groupes paramilitaires sont également très fréquents.
La peur et l'intimidation augmentent du fait que la majorité d'entre
elles ne parlent ni ne comprennent l'espagnol.
Nous considérons qu'il est important de souligner que le degré
de complexité du conflit du Chiapas et la situation des droits
de la personne requièrent que l'on ne perde pas de vue les issues
proposées par la population. Car ce qui sous-tend les revendications
du soulèvement zapatiste et les affirmations qu'une bonne partie
des communautés nous ont exprimées, c'est une série
de convictions portant sur la manière de remédier à
la situation d'oubli et de marginalisation à laquelle les peuples
indiens ont été soumis depuis maintenant plus de cinq cents
ans.
Il est important
de signaler quil existe une série de demandes et de revendications
globales et structurelles que le gouvernement prétend respecter
mais l'expérience vécue nous permet d'en douter. Envisager
une solution globale comme le fait le gouverneur de l'état du Chiapas,
c'est mettre en évidence le fait que la voie institutionnelle est
incompatible avec une recherche de solution du conflit basée sur
le respect effectif des demandes des indiens. Bien que le discours officiel
insiste sur la volonté de dialoguer, il paraît évident
que ce qui est promu est l'affaiblissement du dialogue entre les parties,
le discrédit des instances de médiation, de vérification
et de la possibilité d'une issue non-violente. C'est en ces termes
qu'il faut interpréter la militarisation, la présence de
groupes paramilitaires et la campagne de xénophobie qui prétend
éliminer la présence d'étrangers et d'étrangères
dans la zone. Récemment le PRI et le PAN ont présenté
chacun leur projet de Loi indienne qui vient ratifier leur absence de
volonté d'inclure l'expression directe des différents peuples
indiens dans le processus de changements constitutionnels, rejetant de
facto la voie de la négociation ouverte par les accords de San
Andrés.
Il s'agit
d'un pas de plus dans une stratégie qui a amené l'armée
à s'ériger comme principal et véritable protagoniste
de la situation de décomposition politique et sociale que vit actuellement
le Mexique. On peut parler de l'existence d'une «guerre de basse
intensité» bien que la Loi pour le Dialogue, la Concorde
et la Paix Digne au Chiapas soit encore officiellement en vigueur. Guerre
caractérisée par le harcèlement de la population
civile dans le but d'isoler l'EZLN de ses bases d'appui social ; par une
volonté de réduire le conflit à une question locale
de nature religieuse et ethnique n'impliquant pas des demandes et des
propositions généralisables.
RECOMMANDATIONS
Que le gouvernement
du Mexique :
respecte intégralement et applique immédiatement les accords
de San Andrés sur les droits et la culture des indiens et poursuive
le processus de dialogue et de négociation avec l'EZLN.
respecte
le projet d'initiative de réformes constitutionnelles de la COCOPA.
consolide
les fonctions des instances de médiation (CONAI) et de vérification
(COSEVER).
mette fin
à la militarisation et à la paramilitarisation.
assure le
libre accès à la justice et promeuve la lutte contre l'impunité
par le moyen d'actions globales et non simplement symboliques.
accorde l'amnistie
immédiate aux prisonnierEs politiques.
assure le
retour des déplacéEs de guerre dans leurs communautés
d'origine, avec dévolution intégrale de leurs biens et avec
l'indemnisation correspondante pour les préjudices subis.
reconnaisse
l'importance des organismes de défense des droits de la personne
mexicains et accepte la présence d'organismes à caractère
international ainsi que la reconnaissance d'un statut d'observateur international.
demande l'intervention
du Comité international de la Croix-Rouge comme moyen de garantir
une assistance humanitaire à la population, ceci en raison du rejet
de l'aide provenant des organismes institutionnels mexicains.
Que les États membres exigent de l'ONU :
la désignation
d'un rapporteur spécial de l'ONU pour les droits de la personne
au Mexique.
l'établissement
d'un mécanisme permanent de surveillance de la «clause démocratique»
et du respect des droits de la personne au Mexique par lUnion Européenne
qui si laccord de coopération économique et de coordination
politique devenait effectif, devrait permettre cette vérification.
Ce mécanisme devrait intégrer des ONG mexicaines et internationales
de défense droits de la personne.
CONCLUSIONS
TO THE WORK OF OBSERVATION CARRIED OUT BY THE INTERNATIONAL CIVIL COMMISSION
FOR HUMAN RIGHTS OBSERVATION
After ordering and analysing the information gathered, the Commission
notes that the human rights situation in the Mexican state of Chiapas
is deteriorating gravely.
The State
of Chiapas is currently suffering the consequences of a situation of profound
political upheaval and of worrying social breakdown. It is perceived that
institutional structures at all levels are incapable of enforcing the
rule of law, and that Chiapan society, and especially the indigenous communities,
suffers the consequences of a general situation of violence and impunity.
The factors which contribute in greatest measure to this situation are
the following:
1. The intense militarization of the area.
2. The presence
of paramilitary death squads.
3. The situation
of generalized impunity.
4. The obstacles
impeding recourse to justice.
5. The situation
of structuralized poverty suffered by the communities.
6. The repression
of different forms of organization among civil society.
7. The lack
of a political will to search for a solution which would respect the indigenous
peoples' demands.
1. THE INTENSE MILITARIZATION OF THE AREA.
On the visits made to different indigenous communities, we verified the
strong army presence which, according to the statements received, constitutes
one of the most critical factors in determining human rights violations.
The Government argues that it is carrying out strictly constitional functions,
but it is obvious that it has taken on functions of social management
and leadership, as well as the maintenance of public order, which do not
correspond to it. Practically all opinions heard confirmed that its presence
is part of a government strategy to prevent the extension of the area
of influence of those close to the Zapatistas, and to isolate and weaken
the EZLN through harassing the communities which show themselves to be
in agreement with its ideas on the recognition of indigenous peoples'
rights.
In our work we documented numerous complaints about the occupation of
cultivated land by the military camps, the constant threats, thefts, rapes,
unauthorized detentions, and constant intimidation through incursions
into territories and regions, which place many indigenous communities
in a permanent situation of insecurity and terror.
2. THE PRESENCE OF PARAMILITARY DEATH SQUADS.
The proliferation of armed groups which systematically and selectively
promote confrontation within the communities and between them responds
to a strategy aimed, as we have been able to confirm, at provoking massive
displacement of populations, at socially destabilizing entire areas and
at breaking down the structure of political organization in civil society.
Most of the statements taken directly relate groups from the army and
the police corps with these armed groups, with respect to the supply of
arms as well as different aspects of training. The contradictions present
in the investigation of the Acteal massacre lend credence to this belief.
We also observed
that the conflict of interests between landholders and the communities
was one of the factors which explained the proliferation of armed groups.
Specifically, this was the way chosen by some of them to intimidate and
expel entire communities from their "ejidos" (communal lands).
With respect to the possible involvement of the PRI and government bodies
in the armed groups important evidence exists, particularly in relation
to the organization "Desarrollo, Paz y Justicia", in that one
of its principal representatives is a PRI deputy in the State of Chiapas,
and to date there has been no reaction on the part of the PRI or of the
Government.
3. THE SITUATION OF GENERALIZED IMPUNITY.
As the government representatives continually insisted - although they
did so with the aim of justifying the army's presence - the situation
of universal impunity is another of the elements complicating a delicate
situation. It is important to stress that so far all measures taken have
been geared towards intensifying the military presence, without searching
for solutions to the judicial bodies'incapacity to ensure that the law
is applied.
The attraction of events such as the Acteal massacre for the PGR (the
Federal Prosecutor's office) should be interpreted in the same way, since
these do not lead towards a generalizable approach that might offer solutions
to the breakdown of the judiciary and the local police.
4. THE OBSTACLES IMPEDING RECOURSE TO JUSTICE
As with the previous point, an enormous lack of confidence was perceived
in the communities towards the judicial bodies, so that despite innumerable
violations of human rights there are very few complaints submitted, since
- as we were informed - on some of the occasions when official complaints
were attempted, there was subsequent persecution by the "Seguridad
Pblica" police or by paramilitary groups.
5. THE SITUATION
OF STRUCTURALIZED POVERTY SUFFERED BY THE COMMUNITIES
In all of the interviews carried out, Chiapas was referred to as the State
with the worst figures for the social indicators. Our observations had
the result of verifying the statistics; although Chiapas is a region of
great resources, the distribution of wealth is radically unequal. Within
this traditional situation a conflict of interests occurs: on the one
hand the communities demand a model of development which respects their
traditions and their relationship to the land, and opposed to this there
appears a model of intensive economic development promoted by the main
economic groups, both local and international.
One might refer, for example, to the importance of the petroleum reserves
and hydraulic power resources in Chiapas; to the projected land connection
between the Pacific and the Atlantic by way of the Isthmus of Tehuantepec;
or to the projected investment by multinational companies such as Nestl?.
6. THE REPRESSION OF DIFFERENT FORMS OF ORGANIZATION AMONG CIVIL SOCIETY
This manifest itself in the harassment of community leaders and leaders
of social organizations. The threats, attacks and murders which are unfortunately
traditional in Mexico continue today, as the Commission has seen. Political
prisoners exist who are in the main leaders of communities that support
the Zapatistas, and who have had neither a proper trial nor even the most
basic prison conditions (access denied to relatives, torture, insanitary
conditions, overcrowding, etc.). Moreover, incursions into communities
- fundamentally by the Federal Army - are being intensified, on the pretext
that they are investigating alleged links with armed groups. This leads
to a breakdown of the communities' organization.
7. THE LACK
OF A POLITICAL WILL TO SEARCH FOR A SOLUTION WHICH WOULD RESPECT THE INDIGENOUS
PEOPLES' DEMANDS
The Commission noted the general disappointment at the Government's failure
to implement what had been agreed at San Andr?s. We must express our perplexity
at the government's refusal to accept the COCOPA proposal, which had been
drawn up between all of the political groups and accepted by the EZLN,
the implementation of which might have been a decisive contribution to
the resolution of the conflict, creating the basis for a restructured
social, political and economic order in the region and opening up a new
panorama onto the recognition of indigenous rights.
None of the arguments the Executive has used to justify its objections
were explained sufficiently to us, in spite of our insistence. We must
therefore conclude that behind these objections lies a lack of will to
implement the San Andr?s Agreements, together with the legal changes this
would involve.
As a consequence
of the situation described here, the abuses of human rights in the State
of Chiapas are numerous. This is the case in all areas and includes the
rights referring to life; to personal liberty; freedom of movement and
settlement; the right to protection and safety for people on Mexican territory;
the right to denounce abuses of human rights before the national courts;
the right to protection by public powers against arbitrary detention;
the right to be judged by an impartial, independent court; the right to
defence; the rights to freedom of thought, conscience and religion; the
right to form part of the representative institutions; the right to hold
positions and to participate in public services without discrimination;
the right to free, pluralist and democratic elections.
Secondly,
the non-observance of human rights also affects economic and social rights
such as the ability to participate in those economic, social and cultural
rights which are indispensable for dignity and the free development of
people; the right to special protection for motherhood and childhood;
the right to education based on general participation by those involved
and aimed at the integral development of the person; the right of all
people to participate in their own culture.
Despite the
fact that the conflict in Chiapas affects the general population, it is
clear that certain social groups suffer the existing tension as well as
the historical conditions - lack of the fundamental means of substenance
-in a special way, even more intensely than the precarious situation which
affects the indigenous communities in general. These groups are as follows:
1. Displaced
communities: The product of the action of the paramilitary groups and
of the pressure exerted by the armed forces and the State police corps,
the thousands of displaced people currently living in Chiapas suffer -
apart from the material and emotional losses which exile forces on them
- a series of violations of their individual and collective rights. They
lack the basic rights for subsistence, which places their very lives at
risk. An absolute lack of sanitary resources is observed, which are absolutely
indispensable in attending to the medical needs of the population. The
health of the displaced people - and indeed of most of the indigenous
population - is in a very precarious condition. Among the most common
illnesses are those associated with malnutrition, intestinal and respiratory
complaints. Regarding the right to education, an absence of the means
and opportunities to make this effective is observed. It must be remembered
that even today the majority of the indigenous population is illiterate
and that the situation is growing worse, if possible, where the displaced
communities are concerned.
2. Women:
As is clear throughout the part of this report specifically devoted to
the situation of women, the violence suffered by the population as a whole
in the indigenous communities comes on top of the injustices they have
traditionally suffered in their lives. Women frequently act as human shields
in order to oppose the action of the army in the conflict zones. As a
consequence of this, they physically sustain the violence of the conflict
in a dramatic way. Sexual attacks by soldiers, members of the police and
the paramilitary groups are also frequent. Fear of intimidation is augmented
by the fact that most of them neither speak nor understand Spanish.
Before moving
on to the part concerned with recommendations, we consider it important
to indicate that the degree of complexity of the conflict in Chiapas,
and the human rights situation, require that we should not forget that
behind the Zapatista uprising - and the approach of many of the communities
we spoke to - there lies a series of convictions regarding the way that
the situation of neglect and marginalisation, which the indigenous communities
have been forced into for more than five hundred years, might be overcome.
It is important
to indicate the existence of a set of global and structural demands that
the government claims to respect but which the evidence of the situations
witnessed lead one to believe the opposite. Approaches to a global solution
such as that expressed by the Governor of the State make it clear that
the official position is incompatible with resolution of the conflict
in a manner based on effective respect for the indigenous demands. In
spite of official discourse which constantly insists on the desire for
dialogue, it seems obvious that what is being promoted is the weakening
of dialogue, the discrediting of bodies dedicated to assisting talks,
intermediation, verification and the possibility of a non-violent solution.
After what
we have observed, we believe that it is in these terms that one must interprete
the militarization, the presence of paramilitary groups and the xenophobic
campaign aimed at preventing the presence of foreigners in the area. The
existence of Peace Camps is a guarantee of safety for the communities.
During these
days, the PAN and the PRI have both presented their respective Indigenous
Law bills, which manifest the lack of will to include the direct expression
of the voice of the different indigenous communities, thus blocking in
a de facto way the negotiation process opened by the San Andr?s agreements.
This is another step in the strategy which has led the army to become
the true protagonist in the process of political and social breakdown
experienced in Mexico today. One may speak of the existence of a "low
intensity war" - in spite of the Law for Dialogue, Agreement and
Peace in Chiapas - characterized by the harassment of the civil population
with the aim of isolating the EZLN from the communities that support it,
and the reduction of the conflict to a very local question that is explained
by reference to conflicts which are fundamentally religious and ethnic
in character, and which does not present generalizable demands.
RECOMMENDATIONS
1. Immediate and full implementation of the San Andres Agreements, and
the continuation of the process of dialogue and negotiation between the
EZLN and the Government. Respect for the COCOPA's initiative on constitutional
reforms in the area of Indigenous Rights and Culture.
2. A return
to talks and the opening of Table 2 of the San Andrés dialogues.
3. Consolidation
of the functions of the bodies for intermediation (CONAI) and verification
(COSEVER).
4. An end
to the militarization and paramilitarization (return of the army to its
barracks and the disarming of the paramilitaries).
5. The ensuring
of free access to justice and the promotion of the fight against impunity
by means of global, rather than purely symbolic, actions.
6. Immediate
amnesty for the political prisoners.
7. Return
of the displaced people to their communities of origin, with the full
return of their belongings and due compensation for damages suffered .
8. Strengthening
of the Human Rights bodies in Mexico, and a guarantee of the presence
of international bodies as well as recognition of an international observers
stat
CONCLUSIONI
DEL LAVORO DI OSSERVAZIONE COMMISSIONE CIVILE INTERNAZIONALE DI OSSERVAZIONE
PER I DIRITTI UMANI IN CHIAPAS
Dopo la raccolta dell'informazione, sistematizzazione e analisi, la Commissione
ha constatato che nello stato messicano del Chiapas la condizione dei
diritti umani versa in una situazione di deterioramento gravissimo.
In Chiapas si vive un momento di pesante decomposizione politica e sociale.
Si percepisce a tutti i livelli come le istituzioni non siano in grado
di garantire lo stato di diritto e come la società chiapaneca ed
in particolare le comunità indigene subiscano le conseguenze di
una violenza e impunità generalizzate.
I fattori
che maggiormente contribuiscono a produrre questa situazione sono i seguenti:
1 - L'intensa
militarizzazione della zona
2 - La presenza dei gruppi paramilitari
3 - La situazione generale di impunità
4 - Le deviazioni del potere giudiziario
5 - La situazione di miseria strutturale sofferta dalle comunità
6 - La repressione contro la società civile
7 - Lassenza di volontà politica di arrivare a una soluzione
rispettosa delle richieste indigene.
1 - L'intensa militarizzazione della zona.
Nel corso delle visite alle diverse comunità indigene, abbiamo
potuto constatare la continua presenza dell'esercito che, secondo le testimonianze,
costituisce uno dei fattori determinanti nelle violazioni dei diritti
umani. Il governo sostiene che lesercito si limita a svolgere le
normali funzioni costituzionali, ma è evidente che sta esercitando
funzioni di mantenimento dell'ordine pubblico che non gli sono proprie.
Le opinioni raccolte portano a pensare che la presenza dellesercito
faccia invece parte di una strategia diretta ad evitare l'espansione dello
zapatismo. Questa strategia passa per l'accerchiamento delle comunità
che condividono le richieste degli zapatisti intorno ai diritti dei popoli
indigeni.
Cono stati riportati i seguenti fatti: espropri di terre coltivabili allo
scopo di installare accampamenti militari, intimidazioni e minacce costanti
alla popolazione civile, furti, stupri, arresti extra-giudiziari, incursioni
aeree e terrestri, clima di terrore e di insicurezza.
2- La presenza dei gruppi paramilitari.
Aumentano i gruppi armati che in modo sistematico e selettivo introducono
elementi di scontro secondo una strategia diretta a provocare spostamenti
massicci di popolazione e a destrutturare socialmente intere zone.
La maggior parte delle testimonianze denunciano lo stretto rapporto dell'esercito
e dei corpi di polizia con i suddetti gruppi armati. Ciò comprende
sia l'armamento che l'addestramento e la formazione. Le contraddizioni
nelle indagini ufficiali rafforzano questa tesi.
Abbiamo anche
osservato come lo scontro di interessi tra i latifondisti e le comunità
sia uno dei fattori della proliferazione dei gruppi armati. Circa i rapporti
del PRI e delle agenzie governative con i gruppi armati, esistono prove
evidenti almeno per quanto l'organizzazione DESAROLLO PAZ Y JUSTICIA visto
che uno dei suoi principali rappresentanti è deputato del PRI nello
stato del Chiapas.
3 - Di fronte alla grave situazione del Chiapas
L'unica decisione del governo è stata quella di rinforzare la presenza
dell'esercito federale senza fare nulla per diminuire realmente l'impunità
che caratterizza il sistema giudiziario nella regione.
4 - Esiste
unenorme sfiducia delle comunità
nei confronti del potere giudiziario dato che questo risponde alle innumerevoli
denunce con nuove persecuzioni da parte della polizia dello stato e dei
gruppi paramilitari.
5 - La situazione
di miseria strutturale che vivono le comunità.
Le molte testimonianze raccolte confermano che questa situazione è
causata da un conflitto di interesse tra i principali gruppi economici
locali ed internazionali e la richiesta delle comunità di uno sviluppo
orientato diversamente Esempi: la strada che deve congiungere il Pacifico
con l'Atlantico attraverso lIstmo di Tehuantepec o i progetti di
compagnie multinazionali come la Nestlè .
6 - La repressione
contro la società civile
si materializza in provocazioni contro i leaders delle comunità
e delle organizzazioni sociali. Segnaliamo la presenza di prigionieri
politici che sono solitamente rappresentanti di comunità vicine
alle posizioni zapatiste e che nella maggioranza dei casi non hanno ricevuto
un trattamento giudiziario giusto (isolamento, torture, condizioni inaudite
di detenzione). Inoltre con il pretesto di investigare sui vincoli con
i gruppi armati si intensificano le incursioni dell'esercito.
7- Lassenza
di volontà politica
di arrivare a una soluzione rispettosa delle richieste degli indigeni.
Abbiamo potuto constatare lesistenza di un clima di sfiducia nei
confronti del governo, dovuto al non compimento degli accordi di S. Andres.
Non possiamo che restare perplessi di fronte alla risposta negativa del
governo al progetto della COCOPA, frutto dello sforzo delle principali
forze politiche ed accettato dall'EZLN. Questo progetto avrebbe potuto
contribuire in maniera decisiva alla soluzione del conflitto, ponendo
le basi di una nuova politica sociale ed economica nella zona e riconoscendo
infine i diritti dei popoli indigeni. Non ci hanno convinto gli argomenti
dell'Esecutivo e non possiamo fare a meno di pensare che dietro le obiezioni
si nasconda la volontà di non rispettare gli accordi.
Come conseguenza
di tutta questa situazione, segnaliamo il gran numero di diritti umani
violati in Chiapas: diritto alla vita, diritto alla libertà personale,
alla libera circolazione, alluguaglianza di fronte alla legge, alla
difesa, alla libertà di pensiero, alla religione, diritto a formare
istituzioni rappresentative, a non essere discriminati, diritto a libere
elezioni pluraliste e democratiche.
Ciò
danneggia anche altri diritti come ad esempio la possibilità di
partecipare a quei diritti economici sociali e culturali indispensabili
alla dignità e al libero sviluppo delle persone; il diritto alla
maternità e all'infanzia; il diritto ad un'educazione fondata sulla
partecipazione e sullo sviluppo integrale della persona; il diritto di
tutti alla propria cultura. Anche se il conflitto del Chiapas danneggia
tutta la popolazione, possiamo affermare che alcuni gruppi sociali la
subiscono in modo particolare. Le tensioni e le carenze principali sono:
1) le comunità
di rifugiati interni o sfollati ("desplazados") in cui migliaia
di persone soffrono attualmente una serie di violazioni ai propri diritti
umani e collettivi oltre a subire perdite materiali ed affettive a causa
dell'esilio . Abbiamo constatato una mancanza assoluta delle risorse basilari
di sopravvivenza. Ricordiamo che la maggioranza della popolazione indigenza
non ha accesso ai servizi sanitari ed educativi e che negli accampamenti
dei rifugiati la situazione peggiora in continuazione.
2) Donne
. Se nelle comunità indigena la situazione di violenza che vive
l'intera popolazione è drammatica, nel caso delle donne, che frequentemente
agiscono come scudi umani per opporsi all'azione dell'esercito nelle zone
del conflitto, la violenza si traduce in aggressioni corporali e sessuali
da parte di soldati, dei membri della polizia di Stato e dai gruppi paramilitari.
La paura delle intimidazioni è accresciuta dal fatto che la maggioranza
di loro non parla né comprende la lingua spagnola.
Prima di
passare alle "raccomandazioni" della Commissione, riteniamo
importante segnalare che la complessità di questo conflitto ha
radice nell'insurrezione zapatista e nei 500 anni di emarginazione dei
popoli indigeni.
Vi è
un insieme di rivendicazioni di carattere globale e strutturale a cui
il Governo messicano dice di voler rispondere, ma molte delle cose che
abbiamo visto ci fanno pensare il contrario. Come interpretare altrimenti
la crescente militarizzazione, la presenza di gruppi paramilitari e la
campagna xenofoba, volta ad evitare la presenza di stranieri nella zona?
Proprio in
questi giorni è stata presentata dal PRI dal PAN e dal Governo
stesso un progetto di legge indigena che dimostra l'assenza di volontà
di recepire la voce diretta dei diversi popoli indigeni e che cancella
di fatto la strada delle trattative aperta dagli accordi di S. Andres.
Questo è
un altro passo della strategia che ha portato l'esercito a divenire, in
questa situazione, l'unico protagonista. Possiamo quindi parlare di una
guerra di bassa intensità, nonostante sia ancora vigente la Legge
per il dialogo. É una guerra che provoca in continuazione la popolazione
civile allo scopo di isolare l'EZLN dalle proprie basi di appoggio. Il
governo riduce il conflitto ad una questione locale di carattere religioso
ed etnico e non ne ammette la portata generale e nemmeno le rivendicazioni
di carattere globale.
Ciò premesso, formuliamo le seguenti "raccomandazioni":
1) - Compimento immediato ed integrale degli accordi di S. Andres e continuazione
dei dialogo tra l'EZLN ed il Governo Federale.
2) - Rispetto del progetto di iniziativa di riforma costituzionale in
materia di diritti e cultura indigena, presentato dalla COCOPA.
3) - Consolidamento
delle funzioni ed istanze di mediazione (Conai) e di verifica (COSEVER).
4) - Fine
alla militarizzazione e della para-militarizzazione.
5) - Assicurare
la riforma del potere giudiziario e promuovere la lotta contro l'impunità
per mezzo di azioni concrete e non simboliche.
6) - Amnistia
immediata ai prigionieri politici.
7) - Ritorno
dei rifugiati interni alle comunità di origine, restituzione delle
proprietà e indennizzo per i danni e le offese subite.
8) - Garanzie
per gli organismi dei Diritti Umani messicani e per gli Organismi Internazionali
così come pure riconoscimento di uno Statuto Internazionale di
Osservatore.
9) - Intervento
della Croce Rossa Internazionale come mezzo di garanzia dell'assistenza
umanitaria alla popolazione,. visto il rifiuto degli aiuti provenienti
da organismi istituzionali messicani.
10) - Nomina
di un relatore speciale dellOnu per il Messico.
11) - Creazione
di un meccanismo da parte dell'Unione Europea per mettere in pratica la
"clausola democratica dei diritti umani" che, nel caso dell'entrata
in vigore dell'accordo di associazione economica, coordinamento politico
e cooperazione, firmato con il Messico, dovrebbe permettere una verifica
permanente della situazione dei diritti umani. Questo meccanismo dovrebbe
comprendere organizzazioni sociali sia messicane che internazionali.
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